shopping-bag 0
Items : 0
Subtotal : 0,00 
View Cart Check Out
  • de
  • en

9. Platz bei Deutscher U23-Meisterschaft nach starker Leistung von Moritz Fußnegger

Am Sonntag, den 21. Mai, fand im hessischen Dautphe die Deutsche Straßenmeisterschaft der Klasse U23 statt. 0711|CYCLING stand mit allen drei deutschen U23-Fahrern am Start, war aber gegenüber anderen Teams mit bis zu neun Fahrern benachteiligt. Doch Moritz Fußnegger fuhr ein gutes Rennen, schloss im Finale alleine zur Spitzengruppe auf und belegte im Sprint den 9. Platz.

Es waren 20 Runden eines 9,4 km langen Rundkurses zu absolvieren, mit einem längeren, 4% steilen Anstieg und einer ansteigenden Zielgeraden als Hauptschwierigkeiten. Der Beginn war sehr taktisch, keine Gruppe kam entscheidend weg, erst nach mehr als der Hälfte des Rennens bildete sich eine größere Ausreißergruppe, die aber nie mehr als eine Minute Vorsprung hatte und durch die Arbeit der Sprinterteams vier Runden vor Schluss eingeholt wurde.

Dann begann das Finale, und kurz vor Ende der drittletzten Runde lösten sich 20 Fahrer vom Feld. Moritz Fußnegger hatte diese Gruppe zunächst verpasst, stiefelte ihr aber am Anstieg hinterher und fuhr solo nach vorn. Auch auf der letzten Runde versuchte er es wieder am Berg, kam aber gegen die Teams mit mehreren Fahrern in der Gruppe nicht weg. Im Sprint musste Moritz seinen Anstrengungen Tribut zollen und konnte nicht mit den Besten mithalten; er erreichte den neunten Platz.

„Max Wörner war durch seine Erkältung geschwächt, Henrik Hamm war auch nicht in Topform, so musste ich den Attacken alleine hinterherfahren und mich gegen die zahlenmäßig stärkeren Teams behaupten“, berichtet Moritz Fußnegger. „Ich war zu weit hinten, als die Gruppe ging, und deshalb erst nicht mitgekommen, also bin ich mit allem, was ich hatte, in den Berg rein und habe auch den Anschluss geschafft. Auf der letzten Runde waren die Sprinterzüge vom Development Team Sunweb und LKT Team Brandenburg schon aufgebaut und haben nichts mehr weggelassen. Ich habe um eine gute Position gekämpft und kam auch am Hinterrad von Christian Koch an fünfter Position auf die Zielgerade, aber dann haben meine Beine zugemacht. Es ging leicht bergauf, da hatte ich keine Chance mehr. Ich bin mit dem neunten Platz aber ganz zufrieden. Ich habe alles gegeben und konnte sehen, dass ich am Berg einen richtigen Wumms habe, das ist gut, wenn es nächste Woche im Jura bergauf geht.“

Max Wörner hatte sich bei der Erzgebirgs-Rundfahrt eine Erkältung eingefangen und konnte die Woche über nicht trainieren, hängte sich dennoch voll für seinen Teamkameraden rein: „Ich habe ziemlich gelitten heute“, sagte er. „Moritz war unser Kapitän, ich sollte in der ersten Rennhälfte Attacken mitgehen, aber das war leider nicht drin. Ich habe versucht, Moritz so gut wie möglich zu unterstützen, und bin dann vier Runden vor Schluss aus dem Feld herausgefallen. Drei Runden konnte ich noch in einer hinteren Gruppe mitfahren, dann wurde ich aus dem Rennen genommen.“

Der Sportliche Leiter Philipp Strack war mit dem Rennen zufrieden: „Moritz hat sich alleine in einer Gruppe behauptet, wo viele andere Teams mit mehreren Fahrern vertreten waren, hat sich in die richtige Position für den Sprint gebracht – er hat eigentlich alles rausgeholt. Die erste größere Gruppe hatten wir noch nicht auf der Rechnung; da schon 5-6 Runden vor Schluss mitzugehen, mit nur drei Fahrern, das wäre einfach zu früh. Also haben wir abgewartet, und es wurde verdammt eng für Moritz, dann noch mitzukommen, weil die viele Teams vorne vertreten waren. Aber er hat es geschafft, und nachdem Moritz in den letzten Rennen so oft gestürzt ist, war es auch gut für den Kopf, um ein Ergebnis mitzufahren.“

„Moritz hat viel gearbeitet und alleine den Anschluss hergestellt“, stimmte General Manager Julian Rammler zu. „Die letzten anderthalb Runden sind sie vorne auch nicht langsam gefahren, und dann haben Moritz nach seinem Kraftakt im Sprint einfach ein paar Körner gefehlt. Max war nicht fit, ist aber auch drei Viertel des Rennens stark gefahren, dann war einfach der Tank leer. Hut ab. Auf dem Papier sähe ein 5. Platz oder sowas vielleicht besser aus, aber Moritz ist heute echt stark gefahren. Die Mannschaften mit 8-9 Fahrern können einfach ganz anders reagieren.“

Das nächste Rennen für 0711|CYCLING ist die Tour du Jura Cycliste (UCI 2.2) am 27. und 28. Mai.

Ergebnis Deutsche Meisterschaft U23:
1. Max Kanter (Deutschland) Development Team Sunweb 4:33:43
2. Simon Laib (Deutschland) Herrmann Radteam 0:00
3. Christian Koch (Deutschland) LKT Team Brandenburg 0:00
9. Moritz Fußnegger (Deutschland) 0711|CYCLING 0:04
58. Henrik Hamm (Deutschland) 0711|CYCLING 7:37
DNF Max Wörner (Deutschland) 0711|CYCLING